"Urlaub mit Hund" bei Qudespah
15.07. bis 20.07.2007
Gemeinschaftsericht von allen Teilnehmern

Der erste "URLAUB MIT HUND" bei Qudespah war ein riesen Erfolg!

7 Teams haben sich entschlossen im Taunus bei uns, ihren Urlaub zu verbringen!
Auf dem Programm standen folgende Themen:

Montag - Vormittag: Wasserapport - Nachmittag: Aufbau einer Verlorensuche (Dummyarbeit)
Dienstag - Vormittag: Aufbau von fortgeschrittene Markierungen, Verlorensuche (Dummyarbeit)
Nachmittag: Einführung ins Mantrailing mit Christiane Liebeck; NRW
Mittwoch - Ganztägig: Trailen mit Christiane auf Asphalt und im Gelände
Donnerstag - Vormittag: Weitere Dummyarbeit sowie Jagdliche Arbeit am Wasser:
Aufbau der Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer (Prüfungsvorbereitung JEP)
Nachmittag: Theorie Lernverhalten des Hundes
Freitag - Ganztägig: Jagdliche Arbeit: Futterschleppe, Schweißfährte & Haarwildschleppe
(Prüfungsvorbereitung JEP)


Die Teilnehmerhunde:
Golden Retriever Hündin - Hakuna
Vizsla Hündin - Anouk
Vizsla Rüde - Gismo
Weimaraner Hündin - Delia
Vizsla Rüde - Kando
Vizsla Hündin - Emma
Vizsla Hündin - Lotte

von l. nach r.:  Hakuna, Anouk, Gismo, Delia, Kando, Emma & Lotte

Bericht von Bianka H. mit Gismo:
Am Sonntagabend trafen sich sieben Mensch-Hund-Teams in spannender Erwartung einen aktiven
und lehrreichen Urlaub miteinander zu verbringen. Im Vordergrund stand natürlich die Frage: „ Wie
beschäftige ich meinen Hund sinnvoll mit viel Freude und Motivation.“
Aber auch das gemütliche Beisammensein der einzelnen Teams, nach dem Training mit gleichzeitigem
Erfahrungsaustausch kam nicht zu kurz.

Es wurde apportiert, am Wasser und im Wald. Verschiedene Möglichkeiten der Nasenarbeit,
wie Mantrailing und Futterschleppe, wurden praktiziert. Es gab eine 1,5-tägige Einführung in das
Mantrailing (Personensuche) durch Christiane Liebeck. Sie gehört zu den ersten Personen die in
Deutschland das Mantrailing ausübte und Mensch-Hund-Teams professionell ausbildet.

Um einen Einblick in die jagdliche Ausbildung der Jagdhunde zu bekommen wurde in der Praxis die
Futterschleppe aufgebaut. Die Weimaranerin, Delia, die in kürze ihre Jagdliche Brauchbarkeitsprüfung
ablegen wird, führte uns bravös eine Haarwildschleppe und eine Schweißfährte vor.

Es ist mit Worten nicht zu erklären, wie ausgeprägt das Sinnesorgan Nase bei unseren Jagdhunden ist.

Auf jedes Mensch-Hund-Team wurde individuell eingegangen, so dass das Training jedem einzelnen
Team entsprechend ausgerichtet werden konnte.

Montags und donnerstags wurde in zwei Gruppen  an einem Weiher und im Wald mit
Dummys apportiert. Dummyarbeit ist eine tolle Ausgleichsarbeit für nicht jagdlich geführte Jagdhunde.
Dummyarbeit simuliert die Arbeit, die ein Hund nach Erlegen von Wild zu leisten hat.
Der Apport am Wasser ist für die Jagdhundeausbildung wichtig, weil zum Einen das Wasserwild
aufgestöbert werden soll, zum Anderen muss der Hund die Schwimmspur einer Ente ausarbeiten
könnenund zum Dritten soll der Jagdhund erlegtes Wild im Wasser aufnehmen und an Land
zurückbringen.Natürlich Grundvoraussetzung ist hier das der Hund keine Angst vor Wasser hat und gerne
schwimmt.Hier lag nun der Ansatzpunkt des Trainings. Jeder Hund ließ sich motivieren ins Wasser zu
springen,zu schwimmen und das Dummy aus dem Weiher zurück an Land zu bringen. Für den Hund ist
das eine große Herausforderung, denn das durchqueren eines Weihers setzt Kondition, Begeisterung und
Vertrauenvoraus.

Im Wald wurden Markierungen mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen geworfen, das Einweisen geübt
und die Freie Verlorenensuche aufgebaut. Hier noch eine kurze Erklärung der drei Begriffe:
Markieren bedeutet, dass der Hund sich die Fallstelle eines geworfenen Dummys merkt.
Mit dem Kommando „Apport“ wird er los geschickt um an entsprechender Stelle das Dummy aufzunehmen,
direkt zum Hundeführer zurückbringt und ohne weiteres auf Kommando ausgibt.
Beim Einweisen wird der Hund per Handzeichen in eine Richtung geschickt, in der ein Dummy liegt.
Der Hund hat hier im Vergleich zur Markierung die Fallstelle nicht gesehen. Er muss sich auf die Anweisung
des Führers verlassen, dass ist nur möglich wenn der Hund dem Hundeführer vertraut und eine gute
Bindungzwischen den zweien besteht. Beim Einweisen läuft der Hund solange in die angegebene
Richtung bis erdas Dummy findet, sofort aufnimmt und zum Hundeführer zurück bringt.
Bei der  Verlorenensuche werden in einem bestimmten Gebiet mehrere Dummys ausgelegt. Der Hund
wird miteinem bestimmten Kommando in das Gebiet geschickt und er muss selbständig den Bereich ab
suchen.Nach auffinden  eines Dummys muss er diesen unverzüglich zum Hundeführer zurück bringen.

Alle sieben Teams waren mit Begeisterung dabei. Alle Hunde haben in dieser Woche viel dazugelernt
und man wundert sich selbst wie schnell es manchmal geht.

Die Teilnehmer:



Mantrailing am Dienstag & Mittwoch mit Christiane Liebeck:







Bericht von Iris & Ralf K. mit Hakuna:
Als wir schon in 2006 gehört haben, dass Qudespah in 2007 einen "URLAUB MIT HUND" anbieten
würde,fanden wir das eine super Idee und haben uns gleich nach der Ausschreibung dafür angemeldet.
Nach langem Warten, ging es dann am Sonntag, den 15.07. abends im „Grünen Wald“ in Holzhausen
mit einer Theorierunde los.
Bereits beim Kennenlernen fiel auf, dass alle Teilnehmer bereits Kurse bei Qudespah besucht hatten
und sich die meisten schon während eines solchen Kurses oder Seminars kennengelernt hatten.
Mit zwei Ausnahmen (unserer Goldy-Hündin und einer Weimaranerin) würden ausschließlich Vizslas
mit uns urlauben.
Abweichend von dem ursprünglichen Plan hat Petra eine super Überraschung für die 7 Teams organisiert,
die sich für den Urlaub angemeldet hatten:
Christiane Liebeck würde für eineinhalb Tage zum Mantrailen kommen – wie cool!

Bei allerbestem Sonnenwetter ging es dann Montagmorgen los, in zwei Gruppen stand zur Abkühlung
zunächst der Wasserapport auf dem Vormittags-Programm. Am Nachmittag war die ganze Gruppe
zusammenim Wald für die Dummyarbeit. Zum Schluss haben alle Hunde zusammen eine Verlorensuche
gemacht.Wir waren ziemlich beeindruckt, wie schnell auch die Hunde, die so etwas zum ersten mal
gemacht haben,ihre Aufgabe verstanden und ausgeführt haben!

Am Dienstagvormittag hat die Gruppe, je nach Kenntnisstand nochmals Dummyarbeit und den Aufbau
von Markierungen, sowie zum Abschluss noch mal eine Verlorensuche gemacht. Nachmittags trafen wir
unszunächst im Seminarraum um dort Christiane Liebeck zu treffen. Sie gab zunächst eine theoretische
Einführung ins Mantrailing und die Teilnehmer hatten die Möglichkeit alle ihre Fragen zu stellen.
Im Anschluss wurde in Breithardt noch mit jedem Team ein kurzer Trail durchgeführt. Am Abend haben
wir alle zusammengesessen und geklönt!
Mittwoch ging es den ganzen Tag mit Mantrailing weiter. Alle standen etwas früher auf um gleich morgens,
bevor es zu warm wurde, schon Trails auf Asphalt im Wohngebiet und direkt im Anschluss noch mal im
Geländedurchzuführen. Nach einer Abschlussrunde fuhr Christiane Liebeck zurück zu ihren Hunden
während die meistenUrlauber sich abends noch im Biergarten zu einem gemütlichen Abend trafen.

Donnerstagvormittag konnten wir auf vielfachen Wunsch nochmals am Wasser apportieren.
Nachdem anschließend leider ein Platzregen einsetzte, verlegten wir die Dummyarbeit auf den späteren
Nachmittag und Petra gab uns im Seminarraum weiteren theoretischen Input über Mantrailing und das
Lernverhalten des Hundes!

Für Freitag stand dann Futterschleppe, Schweißfährte & Haarwildschleppe auf dem Programm.
Nach kurzerEinführung in die jagdliche Arbeit, die für die meisten Teilnehmer völlig neu war, arbeitete
die WeimaranerinDelia eine Schweißfährte im Wald. Nici Schuhmann hat uns dies mit einer tollen
Geschichte aus dem„Jägerlatein“ inkl. dem Blasen des Jagdhorns näher gebracht – welch ein Einsatz!
Danach arbeiteten die anderen Hunde eine Futterschleppe auf einer Wiese, die mit einem ollen Stück
stinkigenPansens gelegt wird, der über das Gras gezogen wird! Freundlicherweise wurden uns
Handschuhezur Verfügunggestellt, um die Pansenstücke auf die Spur zu werfen und nach dem „Finden“
die Beute mitunserem Hund zu teilen!
Zum Abschluss arbeitete Delia noch eine Haarwildschleppe und apportierte in unglaublicher
Geschwindigkeitden Hasen für ihre Besitzerin Anette.

Bei der abschließenden Feedbackrunde im Seminarraum schon war klar: alle Teilnehmer waren müde
vomLaufen an der frischen Luft und den ganzen neuen Eindrücken,  total fasziniert, von der Vielfalt der
Möglichkeitenmit ihren Hunden zu arbeiten, beeindruckt von den variablen Fähigkeiten ihrer Hunde,
und begeistert von dertollen Leitung und dem Einsatz in dieser Woche durch Petra, Nici, Gaby und
Christiane!!! Toller Einsatz von euch!Es hat uns super viel Spaß gemacht!
Für uns steht fest – im nächsten Jahr möchten wir auf jeden Fall wieder mit dabei sein!

Schleppenarbeit am Freitag:







Die Trainer:

Christiane Liebeck, Gaby Göbel, Nici Schumann & Petra Klemba

Danke.....

Es war eine sehr gelungene Woche für Mensch, Hund, und Trainer!
Ich bedanke mich ganz herzlich bei Christiane Liebeck für den professionellen Einblick in das
Mantrailing! Es hat uns allen riesig Spaß gemacht und wir freuen uns auf die Seminare in 2008!

Ein riesen "Dankeschön" an Nici Schumann & Gaby Göbel, ohne Euch wäre die Woche nur
halb so schön und erfolgreich gewesen!

Lieber Jörg und Ralf, auch an Euch ein herzliches Dankeschön für die wunderschönen Fotos!

"Danke" an die Teilnehmer für ihr Vertrauen in Qudespah und für die super Berichte!
Ihr seid wirklich einmalig!

Eure Petra
28.07.07