2 Tages Seminar
Wesensbeurteilung & Verhalten des Hundes
mit Klaus Karrenberg - 17.02. & 18.02.2007
Bericht von Kerstin Brandt - Teilnehmerin
Tag 1:
Am Samstag, den 17. Februar, pünktlich um 09:30 Uhr fanden sich die Teilnehmer für das Seminar
„Wesensbeurteilung und Verhalten“ im Gasthaus „Zum grünen Wald“ in Holzhausen über Aar ein.
Einige waren von weiter weg angereist, andere wiederum waren aus unserem Umkreis gekommen.
Insgesamt waren wir 22 Teilnehmer mit 12 Hunden verschiedener Rassen (Golden Retriever,
Labrador Retriever,Maygar Viszla, Hovawart-Flat Retriever-Mischling, Deutsch Kurzhaar, Australian Shephard
und Irish Setter). Also wie immer kunterbunt gemischt. Alle gut gelaunt und gespannt was uns diese
Seminar wiederlehren sollte.
Zunächst stellte Petra uns den Referenten Klaus Karrenberg und seine Arbeit vor. Klaus weist über
35 Jahre Berufserfahrung mit dem Hund vor! Er ist selbstständiger Tierphychologe & Tierheilpraktiker
und ist praktizierender Wesensrichter (nicht nur beim DRC) sowie bestellter Gutachter in mehreren
Bundesländern. Er gehört in Deutschland zum Kreis der gefragtesten Hundespezialisten.
Einige Themen die von Klaus an diesem ersten Theorietag angesprochen wurden:
Ängstlichkeit beim Hund
Aggressionsformen
Unterschied zwischen Mißtrauen & Unsicherheit
Jagdliche Triebe
Aufbau & Ablauf einer Wesensbeurteilung
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Auch in seinem Vortrag hörten wir wieder die Schlagwörter Konsequenz, Geduld und Liebe.
Wobei angemerkt sein sollte, daß unsere Hunde uns nicht lieben. Sie sind sogar undankbar!
Meiner aber nicht, oder etwa doch? Wir sollen unsere Hunde so nehmen wie sie sind.
Durch gutes Beobachten, lernen wir, wie sich unser Hund in bestimmten Situationen verhält und
hierauf bauen wir dann unsere Erziehung auf.
Doch dafür besuchen wir dieses Seminar, um zu Lernen, worauf man achten sollte.
Wie z.B. wie steht die Rute? Ist sie oben? Unten? Waagrecht? Wedelnd oder nicht wedelnd?
Was bedeutet es wenn die Rute oben ist? Jetzt kommen noch die Augen dazu.
Freudig? Aggressiv? Traurig? Und und und…
Es sind sehr viele Kleinigkeiten worauf man achten soll. Die Theorie ist sehr schwierig & umfangreich.
Doch am zweiten Tag sollten wir genügend Gelegenheit bekommen, uns das alles praktisch bei den
mitgebrachten Hunden anzusehen
Klaus fragte uns: „Was ist das Wesen?“
Das Wesen ist doch einfach erklärt. Doch wie erklär ich das denn nun? Eben wußte ich es noch.
Ganz einfach erklärt:
„Wesen ist die angeworbene und erworbene körperliche und seelische Anlage.
Die Eigenschaften und die Fähigkeiten eines Hundes.“
„Was ist denn der Unterschied zwischen Angst, Unsicherheit und Mißtrauen?“
Schon wieder so eine Frage. Eins steht fest die Wörter, die kenne ich alle.
Doch wie erklärt man diese? Vor allem habe ich mir noch nie so meine Gedanken darüber gemacht.
Also, was man so alles durch den Hund erfährt.
Jeder hat so seine eigenen Fragen parat, die Klaus immer gerne und extrem gut beantwortet.
Seine Beispiele sind einfach phänomenal.
Welche Triebe gibt es? Auf welche haben wir keinen Einfluß? Wie sieht es mit Aggression aus –
ist jeder Hund aggressiv? Wie sieht es mit dem Temperament aus?
Woran kann ich die Unterordnungsbereitschaft beim Hund erkennen?
Wie bekomme ich seine Aufmerksamkeit? Welche Hilfsmittel habe ich zur Verfügung?
Wie lange kann mein Hund alleine bleiben, oder wie lange kann mein Hund lernen?
Kann ein Hund, der keine gute Bindung hat, gehorsam sein? Und und und…
Der erste Tag endete um 17:30 Uhr. Es war ein langer, harter und sehr informationsreicher Tag.
Die Köpfe und Ohren qualmten - voll von so viel Neuem. Nach dem Vortrag verabredete man sich,
wer noch Lust und Zeit hatte, zu einem gemütlichen Beisammen sein verbunden mit einem
Abendessen.
Tag 2:
Nachdem wir den gestrigen Tag so gut überstanden haben, trafen wir uns nun am Sonntag
erholt im Revier Taunusstein - Niederlibbach.
Heute bekamen wir endlich die Gelegenheit das Gehörte ins Praktische umzusetzen.
Einige von uns waren schon etwas aufgeregt. Klaus nahm sich wie immer für jeden
Hundeführer/Hund-Gespann sehr viel Zeit und erklärte uns heute nochmals worauf wir unser
Augenmerk legen sollten.
Es gab 3 Gruppen: Gruppe 1 traf sich um 9 Uhr, die Gruppe 2 um 11:30 Uhr und Gruppe 3 traf sich
um 14 Uhr. Im Revier gab es verschiedene Stationen an denen der Hund getestet wurde und
wir unsere Beobachtungsgabe schulen durften Die Stationen beinhalteten
verschiedene Aufgaben wie zum Beispiel:
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